28. April 2017 14:00 bis 1. Mai 2017 14:00
LernOrt Zukunft
LernOrt Zukunft

Wie wollen wir Wohnen Leben Arbeiten sinnhaft gestalten
Impulse zum 31. Vernetzungstreffen der Zukunftswerkstätten

 

Wie wollen wir sinnhaft Wohnen Leben Arbeiten?

Wohnen: LernOrt Zukunft

Wohnen – ein Grundrecht?
Wohnen ist eines der wichtigsten Grundbedürfnisse aller Menschen. Doch ist Wohnen ein Grundrecht? Es zählt – trotz etlicher politischer Initiativen, die dies ändern wollen – nicht zu den vom deutschen Grundgesetz oder von der österreichischen sowie schweizerischen Bundesverfassung garantierten Rechten. Bisher scheiterten politische Initiativen, das Recht auf Wohnen verbindlich zu verankern.

 

 

Wohnen – ein Problem?
In Ballungsräumen ist Wohnraum Mangelware und steigende Mietforderungen verdrängen Menschen aus ihren Lebensverhältnissen. Wie wohnen wir zusammen? Von zunehmender Segregation ist die Rede – der Entmischung des Wohnens entlang sozialer Merkmale wie Einkommen, Herkunft und Religion, und von Gentrifizierung – dem Strukturwandel, bei dem Menschen sozialen Zusammenhalt verlieren, abwandern oder obdachlos werden, Wohlhabende zuwandern, Wohnungskosten zunehmend steigen. Vertreibung und Migration verstärken Fragen nach neuem Wohnraum und Chancengleichheit aller.

 

Wohnen – ein Gestaltungsfeld?
Angesichts dieser unbefriedigenden Situation kann nicht verwundern, dass etliche Menschen Wohnen – oft auch Arbeiten und Leben – gemeinsam selbst organisieren. Wie gelingt das selbstbestimmte Wohnen? Die Reihe der neuen Gestaltungsformen ist lang und weckt unsere Neugier: Ökologische Wohnprojekte, Mehrgenerationenwohnen, Alternative Lebensmodelle, Solidarische Gemeinschaften, Verlässliche Nachbarschaften, Straßeninitiativen, Soziale Stadtentwicklung, Selbstverwaltete Kooperativen, Ökodörfer, Landkommunen, Co-Housing-Siedlungen, Tauschwohnungen, Dachgeber…

 

Wie wollen wir Wohnen Leben Arbeiten sinnhaft gestalten?

Lernort Zukunft: Arbeiten

Arbeiten – mehr als Broterwerb?
Mehrere Konzepte des anderen Wohnens schließen das kulturelle Leben und das selbstorganisierte Arbeiten mit ein. Wozu arbeiten wir? Jenseits eines einseitigen Bildes von der Zukunft der Arbeit, das Medien als Kampf zwischen Digitalisierung und Biosystem, zwischen Roboter und Mensch darstellen, entwickeln Menschen eine Vielzahl neuer Modelle des Arbeitens: Agile Teams, Co-Working-Spaces, Selbstorganisations-Vereine zur Jobvermittlung, Peer-Ökonomie, Neue Arbeit, Arbeitsplatztausch, Freiwilligenarbeit…

 

3Menschen

LernOrt Zukunft: Leben

Leben – teilhaben an der Gesellschaft?
Zwischen Wohnen und Arbeiten steht heute nicht nur das Private, sondern auch das nachhaltige, ökologische und solidarische Miteinander. Das Leben in der Gesellschaft orientiert sich zunehmend an Maßstäben des Gemeinwohls, der Selbstorganisation und der Teilhabe. Wer gestaltet mit? Den Konzepten der Teilhabe, wie es auch die Zukunftswerkstatt verkörpert, kommt im Idealfall eine wachsende Bedeutung zu: Zukunftswerkstatt-Moderator*innen begleiten Unternehmen, Organisationen, Gemeinschaften, Nachbarschaften… mit Offenheit und Wertschätzung auf dem Weg, die Zukunft von Wohnen, Leben und Arbeiten sinnhaft zu gestalten.

 

Was verbindet uns? Welchen Rahmen braucht es? Welche Fragen müssen gestellt, welche Antworten gesucht werden? Welchen gesellschaftlichen und politischen Beitrag leisten Zukunftswerkstätten und andere Konzepte der Partizipation? Von wem können wir lernen?

 

Mehrere Impulse – Gegenseitige Anregung

 

Bischöfliches Hilfswerk Misereor und UN-Gipfelkonferenz HABITAT III – Internationale Perspektiven des Menschenrechts auf Wohnen (Impuls von Almuth Schauber aus Aachen)

 

Urbane Nachbarschaft Samtweberei und Montag Stiftung Urbane Räume – Quartiere kooperativ entwickeln mit Initialkapital für eine chancengerechte Stadtentwicklung (Impuls von Robert Ambrée aus Krefeld)

 

Emmaus Deutschland: The universal citizenship – Eine solidarische Welt schaffen durch „AndersLebenMitTeilen“ (Impuls von Willi Does aus Köln und Elisabeth Kreul aus Krefeld)
Wohnen Morgen – Ganzheitliches Immobilien-Coaching (Impuls von Maria Liebig aus Bonn)

 

Landesarbeitsgemeinschaft Wohnberatung NRW – Wohnen im Wandel und Lebensqualität im Quartier (Susanne Tyll aus Dortmund)

 

„Neue Arbeit“ statt Hartz IV (Impuls von Rainer Kippe aus Köln)

 

 

Wir laden herzlich dazu ein, weitere Impulse einzubringen. Bitte vorher mit uns abstimmen, damit wir dies gut einplanen können. Lars Meyer aus Krefeld wird aus einer aktuellen Forschungsarbeit zur Geschichte der Zukunftswerkstatt Impulse zur Reflexion geben und zur Diskussion einladen: „Zukunft gestalten in solidarisch-demokratischer Verständigung“ (Von den Anfängen der Zukunftswerkstätten bis heute. Ein Praxisleitfaden für nachhaltig Demokratisierung und eine inklusiv-partizipative Prozesskompetenz in der Bildungsarbeit.)

 

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